Bei der Navigation von Mährobotern haben sich zwei grundlegende Systeme etabliert: der klassische Begrenzungsdraht und die satellitengestützte RTK/GPS-Navigation. Beide haben ihre Berechtigung – welches System zu dir passt, hängt von deinem Garten und deinen Ansprüchen ab.
Begrenzungsdraht: bewährt und zuverlässig
Beim Begrenzungsdraht-System wird ein dünnes Kabel entlang der Rasenkante und um Hindernisse wie Beete oder Teiche verlegt. Der Roboter erkennt das vom Draht ausgesendete Signal und bleibt innerhalb der definierten Fläche. Die Installation erfordert etwas Vorbereitung, ist danach aber extrem zuverlässig und funktioniert auch ohne Internetverbindung.
GPS/RTK: kabellos und flexibel
RTK-Modelle (Real-Time Kinematic) nutzen hochpräzise Satellitenpositionierung in Kombination mit einer Referenzstation im Garten. Die Genauigkeit liegt im Zentimeterbereich. Der große Vorteil: kein Kabel verlegen, Mähbereiche und No-Go-Zonen lassen sich bequem per App zeichnen und jederzeit anpassen.
Welches System für welchen Garten?
- Kleine, übersichtliche Gärten: Begrenzungsdraht ist oft die günstigere und ebenso zuverlässige Lösung.
- Große oder verwinkelte Grundstücke mit mehreren Teilflächen: RTK-Systeme sparen Installationsaufwand und lassen sich flexibel auf mehrere Zonen aufteilen.
- Häufige Gartenumgestaltungen: Mit RTK passt du die Mähzonen einfach in der App an, ohne Kabel neu zu verlegen.
Kombi-Lösungen
Einige Hersteller bieten inzwischen Hybrid-Systeme an, die RTK-Navigation mit einem zusätzlichen Begrenzungsdraht für besonders sensible Bereiche kombinieren – etwa entlang von Teichen oder stark abschüssigen Stellen.